LeagueMitLuca: Der Ursprung der Gaming Hölle
Vom jüngsten Geschäftsführers eines Radiosenders zum Vollzeit-Creator und zurück in die Festanstellung: LeagueMitLuca erreicht Tausende mit seinen Sketchen. Immer im Anzug.
Ein kurzer Überblick
LeagueMitLuca ist am 15.08.1999 geboren in Bayern geboren und aufgewachsen. Hier schloss er das Abitur mit einem Schnitt von 2,4 ab und machte seine ersten Schritte in den Medien. Im Theater entdeckte er die Liebe zum Performen, was ihn schlussendlich zu einem Volontariat im Radio brachte. Durch das Theater lerne er auch die Liebe zu seinen Anzügen kennen, die er bis heute fast ausschließlich trögt. Nach ein paar Jahren voller harter Arbeit und einer Menge Glück arbeitete er sich zum Geschäftsführer hoch und fing an Inhalte unter dem Namen LeagueMitLuca zu veröffentlichen. Irgendwann schaffte er den Sprung in die volle Selbstständigkeit. Für den Erfolg verantwortlich waren Formate, wie die Gaming-Hölle, der Gaming-Himmel oder die Gaming-Schule. Für mehr Sicherheit wechselte er schlussendlich zurück in ein Angestelltenverhältnis. Aktuell arbeitet er weiter als Content Creator.
Das Porträt
Wer LeagueMitLuca, Luca Fernholtz, zum ersten Mal in einem seiner Livestreams auf Twitch oder in einem TikTok-Clip sieht, könnte ins Stutzen kommen. Während die meisten Creator in Hoodies oder lockeren Shirts vor der Kamera sitzen, präsentiert sich er in tadellosem Zwirn. Der Anzug ist für ihn keine Verkleidung, sondern Identität. Seinen Ursprung fand dieses Markenzeichen bezeichnenderweise auf der Bühne: Während eines Theaterstücks trug er zum ersten Mal einen Anzug und war so fasziniert von der Ausstrahlung und dem Gefühl, dass er beschloss, die “Rolle” nie wieder ganz abzulegen. Seitdem tritt er im Büro, vor der Kamera oder im Privatleben nur „ordentlich“ auf.
Vom Theaterkind zum Medienmanager
Lucas Weg ins Rampenlicht begann bereits in der Schulzeit. Hier haben engagierte Lehrer eine Theather AG ins Leben gerufen und so einen Raum für kreative Entfaltung geschaffen. Dazu kam später auch das Aufführen von Musicals. Als „klassisches Theater-Kid“ lernte er dort die Grundlagen der Performance, die ihm später in seiner steilen Medienkarriere zugutekommen sollten. Nach dem Abitur übersprang er die klassische akademische Laufbahn und stürzte sich direkt in die Praxis. Auch wenn es auf dem Papier nahtlos war, wusste er kurz bevor er das Volontariat im Radio angefangen hat selbst noch nicht von seinem Glück. Sein Aufstieg beim Radio war rasant: Vom Volontär arbeitete er sich mit Disziplin die Karriereleiter hinauf. So konnte er schon früh ein Interview mit Karl-Theodor zu Guttenberg führen. Mit nur 21 Jahren, Engagement und etwas Glück schaffte er es zum jüngsten Programmgeschäftsführer Deutschlands ernannt zu werden.
Der Wendepunkt
Während Luca tagsüber Personalverantwortung trug und mit Redaktionsplanung beschäftigt war, wuchs parallel seine Präsenz in der digitalen Welt. Unter dem Pseudonym „Leaguemitluca“ baute er sich während der Pandemie eine loyale Community auf. Sein erstes virales Video war der Gaming-Himmel. Aus einer spontanen Idee und einer kurzen Aufnahme wuchs über Nacht die Community schlagartig an. Von gefühlt 1.000 bis etwa 20.000 Follower. Am nächsten Tag hat er außerdem ständig während der Moderation auf das Handy geschaut, um neue Kommentare zu lesen. Mit diesem Video war klar, dass die eigenen Sketche das Potenzial haben groß rauszukommen. 2023 kam schließlich der Moment der Wahrheit: Die Verantwortung als Geschäftsführer und der wachsende Berg an Content ließen sich nicht mehr vereinbaren.
Luca hat die Entscheidung gefasst alles auf die eigenen Inhalte zu setzen. Um nicht alles stehen und liegen zu lassen hat er eine klares Ende für die zeit als Geschäftsführer gesetzt. Noch ein Jahr gibt es die Doppelbelastung, auch die internen Prozesse sauber übergeben werden können. Schlussendlich war er 3 volle Jahre als Geschäftsführer tätig. Es war kein Abschied vom Business, sondern eine Verlagerung der Prioritäten hin zur kreativen Freiheit. Für ein etwas geregelteres Einkommen hat er teilweise noch weiter als Freelancer beim Radio gearbeitet und beispielsweise Urlaubsvertretungen vorgenommen.
Weitere Infos im Kamera Aus Podcast
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Der Schritt zurück
Mittlerweile haben sich die Lebensansprüche verändert. Sicherheit ist in den Prioritäten angewachsen. Die reine Selbstständigkeit hat er hinter sich gelassen, um nun als Content Creator angestellt zu arbeiten. In seiner neuen Rolle bei dem Spielemagazin 4P tritt er mit journalistischen Inhalten und auch als Moderator auf. Die eigenen Inhalte sind eher ein Hobby, dass ihn nicht mehr loslässt, denn die unterschiedlichen Personas sind für ihn mehr als nur Sketche; sie sind eine Hommage an seine Wurzeln auf der Bühne.

