Die 10 größten Fehler kleiner Creator – und wie du sie meisterst
Der Weg zum Erfolg auf Social Media ist oft mit Stolpersteinen gepflastert. Das bremst Kanäle häufig schon früh aus. Um dir den Start zu erleichtern, haben wir die häufigsten Fehler analysiert und zeigen dir, wie du sie mit der richtigen Strategie vermeidest.
1. Ein zu komplizierter Name
Einer der am unterschätztesten Fehler ist die Wahl eines Namens, den man sich kaum merken kann. Namen wie „xXDarkSlayer3000“ sind schwer zu kommunizieren und bleiben selten im Gedächtnis. Ein einfacher, prägnanter Name wie „Gronkh“ lässt sich hingegen viel leichter auf andere Plattformen übertragen. Im Schlimmsten Fall hast du auf jeder Plattform einen anderen Namen. Eine gute auffindbarkeit ist dann nicht gewährleistet. Wenn dein Name nicht mehr frei sein sollte, kannst du “_“ am Ende hinzufügen. Dieser schadet deinem Branding nicht und sichert trotzdem die wiedererkennung.
Achte darauf, dass der Name zu deinem Genre passt: Im Gaming-Bereich erwarten Zuschauer eher einen Gamertag, während im Lifestyle-Bereich oft der Vor- und Nachname besser funktioniert. Wenn man eine Show auf die Beine stellt kann ein Gamertag auch wieder unpassend sein.
2. Posten ohne klares System
Zuschauer folgen einem Kanal meistens, weil sie mehr von einer ganz bestimmten Art von Inhalt sehen möchten. Wer heute Gaming, morgen Make-up und nächste Woche Auto-Reviews hochlädt, lässt sein Publikum im Unklaren darüber, worauf es sich einstellen kann. Es ist zwar wichtig, sich am Anfang auszuprobieren, aber durch eine thematische Fokussierung lässt sich eine Community deutlich effektiver aufbauen.
Im schlimmsten Fall schadest du sogar deiner Reichweite mit vielen unterschiedlichen Posts. Deine Inhalte werden regulär auch ein paar deiner Follower ausgespielt. Wenn sie dann etwas sehen, dass sie nicht sehen möchten, können sie besonders schnell wegswipen. Für die Plattform ist es dann ein Signal, dass der Inhalt nichtmal den eigenen Followern gefällt. Das Ergebnis könnte sein, dass deine Inhalte weniger ausgespielt werden.
3. Keine Unternehmensgründung
Sobald man als Creator eine Gewinnerzielungsabsicht hat, muss man ein Gewerbe anmelden. Diese Absicht hat man spätesten dann wenn man auch Geld mit dem Content verdienen kann. Egal ob Twitch Affiliate, TikTok Creator oder YouTube Partner. Sobald du die ersten Umsätze erzielst, muss du vorbereitet sein. Mit einem Gewerbe kommen außerdem rechtliche Pflichten:
Jährliche Steuererklärung: Als Einzelunternehmen, dass unter die Kleinunternehmerregelung fällt, ist das auch nicht so schwer. Wenn das Offizielle Elster Portal zu kompliziert ist, lohnt es sich auf andere Dienste, wie WISO auszuweichen. Hierbei kann man mit Kosten von etwa 50€ rechnen.
Impressumspflicht: Eine Ladungsfähige Adresse und eine Kontaktmöglichkeit muss in nur wenigen Clicks erreichbar sein. Das kann ein Link in der Bio sein oder ein Top Post, der angepinnt ist. Hauptsache es ist nicht bewusst versteckt. Wer seine private Adresse nicht im Internet preisgeben möchte, kann auf Anbieter zurückgreifen, bei denen man ein rechtssicheres Impressum mieten kann.
4. Kein eigenständiges Design
Beispielhafte Panel auf Twitch
Oft wirkt das Erscheinungsbild kleiner Kanäle durchgewürfelt und unorganisiert. Ein grundlegendes Design ist jedoch simpel umzusetzen: Es reicht oft schon, sich eine bestimmte Farbe zu suchen und diese konsequent zu nutzen, um wichtige Elemente hervorzuheben. Ein einheitlicher Look sorgt für Struktur und lenkt den Blick der Zuschauer gezielt auf deine wichtigsten Informationen.
5. Verzicht auf Cross-Posting
Viele Creator produzieren regelmäßig Inhalte, stellen diese aber nur auf einer einzigen Plattform zur Verfügung. Es mag sich anfangs vielleicht „billig“ anfühlen, denselben Content mehrfach zu posten, aber man verschenkt dadurch massiv Reichweite. Jedes Video hat die Chance, viral zu gehen – durch Cross-Posting auf TikTok, Instagram und YouTube verdreifachst du diese Chance ganz einfach. Außerdem gibt es kaum Leute, die euch auf allen Plattformen folgen. Kaum jemand wird also 3mal den gleichen Inhalt von euch sehen. Wenn Crossposting zu aufwendig ist, kann man auch auf Tools, wie Buffer.com zurückgreifen. Hier Lädt man ein Video einmalig hoch und es wird automatisch auf anderen Plattformen ausgespielt
Im besten Fall schafft man es trotzdem au fallen Plattformen eigene Inhalte zu erstellen, dass deine Community immer einen Grund hat überall vorbeizuschauen. Sollte mal ein Account gebannt werden, bist du weiterhin mit deiner Community abgesichert. Instagram bietet sich an einen persönlichen Einblick hinter die Kulissen zu geben. YouTube ist hervorragend, um lange Geschichten zu erzählen oder Tief in Themen einzutauchen. Auf Twitter oder Threads kann man jeden kleinen Hirnfurz rauslassen. TikTok dient dazu sich auszuprobieren. Twitch dient dazu im direkten Austausch mit der Community zu stehen.
6. Fehlende Highlights und Hype
Einfach nur regelmäßig live zu gehen oder zu posten, reicht oft nicht aus, um echtes Interesse zu wecken. Stattdessen solltest du versuchen, durch Challenges, besondere Gäste oder Quizshows gezielte Highlights zu setzen. Wenn du an einem längeren Projekt arbeitest, kannst du vorab kleine Informationen verteilen, um die Vorfreude deiner Community auf den Release zu steigern. Solche Highlights kannst du auch Plattformübergreifend bewerben, um den Launch mehr Impact zu verleihen.
7. Mangelnde Aufnahmequalität
Oft scheitert die Bindung der Zuschauer an vermeidbaren technischen Mängeln wie einem verwaschenen Bild oder blechernem Sound. Zwar hat man am Anfang selten Geld für teures Equipment, aber die Handykamera vor der Aufnahme zu säubern, sollte kein Problem sein. Außerdem gibt es auch günstiges Equipment für deine Aufnahmen.
Such dir Hilfe, um deine Audioqualität zu verbessern. Alleine die Wahl des Raumes ist entscheidend: Aufnahmen im Badezimmer klingen oft hallend und mindern die Professionalität. Mit Blick auf das Licht kann man stets vor einem Fenster aufnehmen und nicht in der Ecke eines Zimmers.
8. Unregelmäßigkeit bei den Uploads
Ohne eine gewisse Regelmäßigkeit können Zuschauer keine echte Beziehung zu dir als Creator aufbauen. Wer nur alle paar Wochen etwas hochlädt, wird schnell vergessen. Tägliche Inhalte helfen dabei eine Communitybindung aufzubauen.
Jeden Tag neue Inhalte zu erstellen kann jedoch aufwendig sein und passt nicht in jedes Leben. Hier empfiehlt es sich einen festen „Content-Tag“ einzurichten. Über die Woche sammelt man immer wieder kleine Ideen, die man dann an einem Nachmittag umsetzt und Postet. So kannst du Inhalte vorproduzieren und diese über die Woche verteilt ausspielen, auch wenn du mal weniger Zeit hast.
9. Fehlendes Business-Mindset
Viele Creator sehen sich primär als Künstler und weniger als Geschäftsleute. Man möchte eben schlichtweg unterhaltende Inhalte produzieren. Sobald du jedoch Einnahmen generierst – sei es durch Affiliate-Programme, Werbeeinnahmen oder Sponsoren – bist du selbstständig. Es ist wichtig, den eigenen Wert zu kennen und sich nicht unter Wert zu verkaufen. Ein Management kann dir helfen gute Verträge auszuhandeln. Außerdem hilf es immer diverse Einnahmequellen zu haben. Sollte mal etwas wegfallen, steht man nicht ohne Absicherung dar
10. Rücksicht auf das Urheberrecht
Man darf nicht ohne weiteres fremde Inhalte nutzen. Viele Creator nutzen jedoch Hintergrundmusik in Videos. Diese Lieder werden teilweise auch von den Plattformen zur Verfügung gestellt, allerdings hat man trotz allem nicht unbedingt die Rechte. Nicht ohne Begründung werden immer wieder Influencer abgemahnt. Das häufigste Problem ist, dass man nicht auf Bibliotheken mit Kommerzieller Musik“ zurückgreift. Denn als Influencer mit Gewinnabsicht, gelten andere Regeln als für Leute, die aus Spaß Videos hochladen. Im Zweifelsfall solltest du Creative Commons Lizenzen nutzen oder die Rechte einfach direkt einkaufen.

